Mai 2013: Strasseninfrastruktur, Autobahnvignette und Treibstoffpreise
Am 22. März 2013 hat die Bundesversammlung mit einer Änderung des «Bundesgesetzes über die Nationalstrassen» von 1960 beschlossen, dem Bundesrat neu die Kompetenz zur Anpassung des Nationalstrassennetzes zu erteilen. «Der Bundesrat kann nach Anhören des betroffenen Kantons die Klassierung einer von der Bundesversammlung festgelegten Nationalstrasse ändern, namentlich wenn verkehrstechnische Gründe dies erfordern», ist neu festgehalten. Damit wird die zusätzliche Aufnahme wichtiger Strassenverbindungen ins vom Bund finanzierte Nationalstrassennetz grundsätzlich möglich. Allerdings macht der Bundesrat unmissverständlich klar, dass er von dieser Möglichkeit nur Gebrauch machen wird, wenn die Finanzierung des zusätzlichen Aufwandes durch die ebenfalls beantragte Preiserhöhung der Autobahnvignette gesichert ist.
April 2013: Autosalon Genf – für Träumer und Realisten
Seit dem 17. März ist er Geschichte, der Autosalon Genf 2013. Einmal mehr versammelte sich die Autowelt an diesem Anlass der Superlative. An den beiden Tagen vor der offiziellen Eröffnung mit der traditionellen Ansprache des Bundespräsidenten gingen rund 10 000 Medienschaffende aus aller Welt ihrer Arbeit nach. Dazwischen schlenderten Persönlichkeiten wie zum Beispiel Jean Todt, Präsident der FIA, oder Ferdinand Piëch, Mitbesitzer von Porsche, durch die Ausstellung und orientierten sich über die Neuigkeiten in der Branche. Viele der berühmten und bekannten Gesichter waren auch am Stand des ACS anzutreffen. Besonders gefreut hat uns natürlich der Besuch von Marcel Fässler, dessen Teilnehmerfahrzeug des 24-Stunden-Rennens von Le Mans am Stand ausgestellt war.
März 2013: Die Bahn, das Auto und die Schweiz
Am 7. März 2013 ist es wieder so weit: Der Internationale Automobil-Salon in Genf wird offiziell eröffnet! Erneut werden rund 700 000 Besucher und 10 000 Journalisten nach Genf reisen und Weltpremieren sowie Studien von mehr oder weniger realistischen Fahrzeugen der Zukunft bewundern. Erfahrungsgemäss werden auch 500 000 Schweizer unter den Besuchern sein. Sie werden wohl auch ein wenig stolz sein darauf, dass die Schweiz Gastgeberland des neben Detroit einzigen internationalen Autosalons ist, der jedes Jahr stattfindet. Ein Grossteil dieser Besucher wird mit der Bahn anreisen und sich kaum Gedanken machen zur gespaltenen Haltung unserer Schweiz zum Automobil, diesem genialen und entwicklungsfähigen Transportmittel.
Januar/Februar 2013: Verkehrsinfrastrukturen und ihre Finanzierung
Ausreichende und gut funktionierende Verkehrsinfrastrukturen sind für eine prosperierende Schweiz lebenswichtig. Sie tragen massgeblich zum Standortvorteil unseres Landes bei und werden neben der Wirtschaft auch von der Gesellschaft intensiv genutzt. Hauptträger der Mobilität ist mit achtzig Prozent die Strasse. Auch die wirtschaftliche Bedeutung der im Bereich des Strassenverkehrs tätigen Betriebe ist erheblich. Jährlich werden neunzig Milliarden Franken umgesetzt, und in 21 000 Betrieben sind 230 000 Personen beschäftigt. Verkehrsinfrastrukturen sind aber auch teuer. So kostet der Kilometer Nationalstrasse aufgrund der Ausgestaltung sowie des hohen Anteils an Brücken und Tunneln durchschnittlich 28 Millionen Franken. Die Kosten für eine gewöhnliche Gemeindestrasse belaufen sich im Durchschnitt auf knapp zwei Millionen Franken.
Dezember 2012: Such Blickkontakt
2011 ereigneten sich auf den Schweizer Strassen insgesamt 18 990 Unfälle mit Personenschäden. Dabei wurden 320 Menschen getötet und 4437 schwer verletzt. Als Fussgänger getötet wurden 69 Personen, 28 davon auf dem Fussgängerstreifen. Diese Zahlen waren in früheren Jahren deutlich höher. Trotz der in den vergangenen 20 Jahren deutlich gestiegenen Verkehrsleistung hat im selben Zeitraum die Anzahl Getöteter und Schwerverletzter stark abgenommen. Wir dürfen aber nie vergessen, dass hinter den Zahlen direkt betroffene Menschen, viel Leid und materielle Schäden stehen. Zudem stagniert die insgesamt positive Entwicklung der Unfallzahlen bei den verletzten und getöteten Fussgängern leider. Hier ist seit 2003 kein Abwärtstrend mehr festzustellen.